Bildung
Fast ganz Europa ermöglicht es, nur Deutschland hinkt hinterher: Homeschooling.
Top-PISA-Länder ermöglichen Lernen zu Hause – streng geprüft, jedes Jahr. Deutschland verbietet es trotz jährlich Millionen ausfallender Schulstunden. Schluss damit!

Gestartet von Andreas SchusterPrivatperson

Anna ist neun und lernt am Küchentisch in Wien. Jeden Juni legt sie eine staatliche Prüfung ab. Besteht sie nicht, muss sie zurück in die Schulklasse – so ist das Gesetz, und so ist es richtig.
300 Kilometer weiter, in München, wäre Annas Mutter eine Gesetzesbrecherin. Bußgeld. Zwangsgeld. Im Extremfall steht das Jugendamt vor der Tür. Für dasselbe Kind, denselben Lernstoff, dasselbe Ergebnis.
Deutschland ist – neben Schweden – das fast einzige Land Europas, das Bildung zu Hause komplett verbietet. Belgien, Dänemark, Finnland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen und viele weitere vertrauen ihren Familien; in zehn von vierzehn untersuchten europäischen Ländern ist Hausunterricht ein gesetzliches Recht. In den USA lernen Millionen Kinder erfolgreich zu Hause - gerade in Ländern, die das Leistungsprinzip in der Bildung noch hochhalten, findet man große Offenheit gegenüber Homeschooling. So sind nirgendwo Kinder verloren gegangen – im Gegenteil: Sie machen sehr gute Abschlüsse, studieren, arbeiten.
Und lasst uns eines klarstellen, bevor es jemand verdreht: Wir wollen die Schulpflicht nicht abschaffen. Wir wollen, dass sie ernst genommen wird. Die Schulpflicht war nie ein Gebäude-Gehorsam. Sie ist ein Bildungsversprechen: Jedes Kind in diesem Land lernt – garantiert, überprüfbar, ohne Ausnahme. Deshalb fordern wir das strengste Modell Europas, das österreichische:
Bildungspflicht statt Gebäudepflicht: Eltern dürfen ihre Kinder zu Hause unterrichten, wenn der Unterricht dem einer öffentlichen Schule gleichwertig ist – nach vorheriger Anmeldung bei der Schulbehörde.
Zentrale Prüfung, jedes Jahr, für jedes Kind: Am Ende jedes Schuljahres legt jedes zu Hause lernende Kind eine staatliche Prüfung über den vollen Lehrplan ab. Wer nicht besteht, kehrt in die Schule zurück. Keine Ausnahmen, keine Grauzonen. Damit werden diese Kinder härter und regelmäßiger geprüft als jedes Kind an einer Regelschule.
Kindeswohl zuerst: Regelmäßige Gespräche mit der zuständigen Schule und ein sofortiges Rückholrecht des Staates bei Anzeichen von Vernachlässigung. Bildungsfreiheit ist ein Recht der Kinder auf gute Bildung – nicht ein Recht der Eltern auf Abschottung.
Gerade jetzt, wo an deutschen Schulen millionenfach Unterricht ausfällt und der Staat sein eigenes Bildungsversprechen bricht, ist es absurd, engagierten Familien mit dem Ordnungsamt zu drohen, wenn sie Bildung selbst sicherstellen wollen – kontrolliert, geprüft, transparent.
Vertrauen plus Kontrolle: Das funktioniert in fast ganz Europa. Es wird auch in Deutschland funktionieren. Unterschreib jetzt.
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