Handwerk
Vereinfacht die Dokumentationspflichten für kleine Handwerksbetriebe
Kleine Handwerksbetriebe ersticken in Nachweis- und Dokumentationspflichten. Diese Zeit fehlt beim Kunden. Wir fordern praxistaugliche, schlanke Regeln.

Gestartet von Claudia RichterPrivatperson
Gerichtet an: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Kleine Handwerksbetriebe wie ein Elektrobetrieb mit acht Beschäftigten leben von der Arbeit auf der Baustelle, nicht vom Schreibtisch. In der Praxis verschiebt sich dieses Verhältnis zunehmend zugunsten der Verwaltung.
Seit der Ausweitung der Dokumentationspflichten muss für nahezu jeden Arbeitsschritt ein eigenes Formular ausgefüllt werden: Arbeitszeit, Materialverbrauch, Sicherheitsunterweisung – oft mehrfach und getrennt. Nach Angaben betroffener Betriebe summiert sich das auf rund ein bis zwei Stunden pro Arbeitstag, die unmittelbar zulasten der eigentlichen Auftragsarbeit gehen.
Wir schlagen vor, die Pflichten für Betriebe unterhalb einer bestimmten Beschäftigtenzahl deutlich zu vereinfachen: statt einzelner Formulare je Arbeitsschritt eine zusammenfassende Wochendokumentation, in der Arbeitszeit, Material und Sicherheitsunterweisungen gebündelt und ohne Doppelerfassung festgehalten werden. Digitale Musterformulare könnten den Aufwand zusätzlich senken – bei gleichbleibenden Sicherheitsstandards.
1.247 Unterschriften
Unterstützt von
Zentralverband des Deutschen Handwerks✓ verifiziert
„Praxisferne Dokumentationspflichten binden Zeit, die im Betrieb fehlt."
Kommentare
- Martin K.✓ verifiziert betroffen · Handwerk
Ich führe einen Elektrobetrieb mit acht Leuten. Der Papierkram frisst inzwischen jeden Tag ein bis zwei Stunden, die für Aufträge fehlen.